Hausanschlüsse sind die Verbindungsstellen zwischen Strom-, Wasser-, Abwasser-, Fernwärme- und Gasleitungen, Ver- und Entsorgungsunternehmen und Verbraucher- bzw. Hausanschlüssen.

Hausanschlüsse umfassen Anschlusspunkte an das Versorgungsnetz außerhalb des Gebäudes, Wanddurchführungen am Gebäude (Hauseingang) und Leitungen zur Hauptsicherung oder Haupttrenneinrichtung innerhalb des Gebäudes. Die Wanddurchführung wird durch Kernbohrungen oder Wanddurchführungen ausgeführt. Durch diese gelangen Versorgungsleitungen in das Gebäude. Nach DIN 18195 (Bauwerksabdichtung) sowie DIN 18322 (Kabelleitungsbau), DIN 18366 (Abdichtungstechnik) und anderen Normen müssen diese durch die Außenfläche verschlossenen Einführungen (Durchführungen) von Versorgungsleitungen luft- und wasserdicht sein. Geprüfte und DVGW-zertifizierte ein- und mehrsträngige Gebäudeeinführungen (MSH) sind daher heute üblich, stellen aber nicht automatisch eine Verbindung zur äußeren Oberflächenabdichtung her.

Bei einsektorigen Hauseingängen kann jedes Medium unabhängig voneinander an unterschiedlichen Stellen in das Gebäude eingespeist werden, während bei mehrsektorigen Hauseingängen mehrere oder alle Versorgungsleitungen gemeinsam auf den Hausanschluss The umgeleitet werden Raum ist an einem bestimmten Punkt. Versorgungsleitungen können durch unterirdische Leerrohre geführt werden. Dadurch können sie jederzeit ohne Erdarbeiten ausgetauscht werden. Bei Neubauvorhaben ist die Machbarkeit der notwendigen Hausanschlüsse vorab mit dem zuständigen Versorgungsunternehmen abzuklären. Spätestens danach muss ein Hausanschlussantrag gestellt werden, der vom Energieversorgungsunternehmen oder einem beauftragten Unternehmen durchgeführt werden kann.


Der Elektrizitätsanschluss

In Deutschland legt die DIN 18015-1 „Planung elektrischer Anlagen für Wohngebäude“ Vorgaben für elektrische Hausanschlüsse fest. Die Norm geht von einem Strombedarf von 14,5 kW für eine Wohneinheit mit normaler Haustechnik aus, 34 kW bei vorhandener elektrischer Warmwasserbereitung. In Deutschland werden Hausanschlüsse heute (2012) üblicherweise über ein dreiphasiges Erdkabel hergestellt, das in einer Hausanschlussdose endet und von einem Hauptabzweig gespeist wird. Die Anschlüsse sind so dimensioniert, dass ein Überstromschutzgerät mit einem Nennstrom von mindestens 63 A verwendet werden kann, um eine Überlastung zu vermeiden. Oberleitungsanschlüsse können kleiner sein. Der Verteilnetzbetreiber bestimmt die tatsächliche Größe der Hausanschlusssicherungen. Üblicherweise sind die Größen kleiner, z.B. 3 × 40 A für Einfamilienhäuser ohne elektrische Warmwasserbereiter.

Der Glasfaser-Anschluss

Seit dem 27. Januar 2016 ist es laut DigiNetz-Gesetz in Deutschland Pflicht, alle Gebäude in Neubauten an ein Glasfasernetz anzuschließen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI verbietet das alleinige Verlegen von Kupferleitungen.

Die Fernwärme und die Wasserver- und Entsorgung

PV Carport in der Landwirtschaft mit Traktor und Hänger darunterDer Begriff Hausanschluss wird auch verwendet, um Wasser- und Fernwärme- sowie Abwasser- und Regenwasserleitungen eines Hauses anzuschließen. Nahezu jedes Haus ist an eine Kanalisation angeschlossen, wobei das Abwasser in die Kanalisation eingeleitet wird. Alle Abwasserrohre sind innerhalb des Grundstücks unterirdisch gebündelt, führen zum Abwassersystem und sind über Schächte zugänglich. Von dort aus können Abwasserleitungen ohne Bauarbeiten inspiziert und gereinigt werden. Außerhalb des Gebäudes ist auf Frostfreiheit der Rohrleitungen zu achten.

Eine wesentliche Möglichkeit zur Energiegewinnung bietet eine Solaranlage auf dem Dach. Aber nicht alle Dächer sind für Sonnenkollektoren geeignet. Ein alternativer Standort für Ihre Solaranlage ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn die Ausrichtung oder Neigung Ihres Hausdaches die effiziente Nutzung der Sonneneinstrahlung verhindert. Sie können Ihren Carport und dessen Dach von Anfang an entsprechend planen und als Solarenergie nutzen. Ein Solar-Carport beziehungsweise ein PV Carport ist eine kluge Investition, insbesondere in Kombination mit einem Elektrofahrzeug, das Sie vor Ort aufladen können.

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Weitere Infos zu dem Thema finden Sie hier

Gute Gründe für ein Carport mit Solardach

 

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